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Methodik

Wie wir Prognosen rechnen.

score.ai veröffentlicht modell-attribuierte Wahrscheinlichkeits- Aussagen für Sport- und Makro-Events. Hier siehst du, wie der Prozess läuft, was die Konfidenz konkret bedeutet, und unter welcher Annahme die Modelle arbeiten.

Wie eine Forecast entsteht

Jede Forecast durchläuft drei Schritte: Eingang (Welches Event wird modelliert? Welche Datenquellen?), Modell-Lauf (welches Modell rechnet — Match- Outcome, Form-Overlay, Konsens-Aggregator), und Veröffentlichung (Pick, Probability, Konfidenz, Driver-Liste, Risikofaktoren). Das Modell und seine Version sind auf jeder Forecast sichtbar.

Forecasts werden statisch gebaut — jeder Modell-Lauf produziert eine Snapshot-Page, die im nächsten Update durch eine neue ersetzt oder via Update-Log fortgeschrieben wird.

Was Konfidenz bedeutet

Jede Forecast trägt eine Konfidenz-Stufe — Hoch, Mittel, Gering — die nicht dasselbe ist wie die Wahrscheinlichkeit. Die Wahrscheinlichkeit sagt, wie das Modell den Ausgang einschätzt. Die Konfidenz sagt, wie sehr das Modell sich auf seine eigene Einschätzung verlässt.

  • Hoch: Modell hat in vergleichbaren Situationen historisch gut performt, Datenqualität ist gut, wenig Sondereffekte erwartet.
  • Mittel: Modell-Output ist plausibel, aber Daten sind unvollständig oder Sondereffekte (Verletzungen, Wetter, Makro-Schock) wirken stark.
  • Gering: Modell rechnet, aber die Eingangs- Daten oder das Setup geben wenig her. Wir veröffentlichen trotzdem als Information — und markieren es klar.

Wie wir Hit-Rate messen

Eine Forecast hat ein Resultat: won, lost, push, void oder pending. In die Hit-Rate gehen nur entschiedene Forecasts ein (won + lost); Push und Void werden ausgeklammert. Pro Modell wird die Bilanz separat berechnet und ist auf /modelle einsehbar.

Wir reporten Bilanz ehrlich. Verlierer-Strähnen sind sichtbar. Konfidenz-Kalibrierung (haben die „hoch konfident" Forecasts tatsächlich höhere Hit-Rate als die „gering konfident") wird regelmäßig überprüft und dokumentiert.

Datenquellen

Für Sport-Forecasts: öffentlich verfügbare Match-Statistiken, Tabellen-Snapshots und Form-Daten. Für Makro: öffentliche Datensätze der EZB, statistischen Landesämter, OECD und ausgewählte Marktdaten. Keine Insider-Informationen. Keine Echtzeit-Marktdaten gegen Bezahlung.

Modell-Bankroll-Simulation

Auf /bilanz läuft eine virtuelle Buchführung: ein Konto mit 100 Einheiten Startkapital, das pro veröffentlichter Forecast einen flachen 1-Einheit-Einsatz zur fairen Quote (1 / Wahrscheinlichkeit) macht. Wird die Forecast eingetroffen, wächst die Bankroll um (Quote − 1) × Einsatz. Liegt sie daneben, schrumpft sie um den Einsatz.

Bei fairen Quoten gilt: ein perfekt kalibriertes Modell erzeugt im Erwartungswert genau null Veränderung. Eine wachsende Bankroll bedeutet, dass das Modell mehr Outcomes richtig erfasst hat als seine eigene Konfidenz versprochen hat — also tendenziell unter-konfident war. Eine schrumpfende Bankroll heißt das Gegenteil.

Klar zu unterscheiden: diese Simulation läuft mit fairen Quoten. Reale Sportwetten-Quoten enthalten eine Buchmacher-Marge, sodass eine identische Strategie dort systematisch verlieren würde. Die Bankroll-Bilanz misst Modell-Qualität, nicht Profitabilität — und ist deshalb explizit keine Wett-Empfehlung.

Die Begriffe dahinter — faire Quote, implizite Wahrscheinlichkeit, Overround (Buchmacher-Marge), Expected Value und Kalibrierung — erklärt die Seite Theorie & Fair Value.

Verantwortlicher Umgang

score.ai veröffentlicht Modell-Prognosen zu Bildungs- und Analyse-Zwecken. Wahrscheinlichkeits-Aussagen sind Information, keine Wett-Empfehlung. Wir verlinken keine Wett-Anbieter, geben keine Quoten und sprechen nicht von „Tipps".

Wer mit Sportwetten Probleme hat oder Hilfe sucht, findet Unterstützung bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder unter der Sucht-Hotline 0800 1 372 700.